Daten und Fakten rund um die wegweisende Studie 

Al2 und Al2 openend

Innovationsträger:
Die Audi Studie Al2 als Gesamtkonzept

Zukunft ist nicht festgeschrieben, sondern wird gemacht und gestaltet. Wie stellt man sich ein Automobil der Zukunft vor? Gesucht wird ein Fahrzeug mit kleiner Verkehrsfläche, das geräumig, sicher, sparsam und komfortabel ist. Selbstverständlich muss das Gesamtkonzept von Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Umwelt geprägt sein. Nicht zu vergessen: Mit ihm zu fahren soll Spaß machen. Die Menschen sollen es nicht nur akzeptieren, sondern es mögen und begehren.

Der Audi Al2 will die Menschen begeistern: Faszinierende Technik in neuer Leichtigkeit. Er ist der Ausdruck von Kreativität, maßgeschneiderten Lösungen; die Symbiose zwischen widersprüchlichen Erfordernissen: Sicherheit und Leichtbau, Fahrspaß und günstiger Verbrauch, Komfort und geringes Gewicht, gute Fahrleistungen und großes Raumangebot. Er zeigt, dass der Automobilbau durchaus noch Potential für Überraschungen birgt. Audi demonstriert hier erneut „Vorsprung durch Technik". Lassen wir die Technik deshalb für sich sprechen. Im Audi Al2 haben Premiere:

Evolution der Aluminiumtechnologie mit Audi Space Frame ASF der zweiten Generation. Das Lehrbuch ist diesmal das Audi A8 Space Frame-Konzept. An dieser Stelle klärt sich auch das Geheimnis der Namensgebung: „Al" steht für das chemische Kürzel von Aluminium, die „2" für den zweiten Audi mit dieser Technologie. Und vom großen Audi lernen heißt hier: 810 kg Gesamtgewicht in der gezeigten Vollausstattung, in der Basisversion werden 750 kg erreicht.

Der weltweit erste Dreizylinder-Benzin-Direkteinspritzmotor mit Fünfventiltechnik. Hubraum: 1,2 Liter. Leistung: 55 kW (75 PS). Ein neues Konzept auch für den Motor. Die Audi Techniker nutzen die Erfahrungen mit hohen Einspritzdrücken aus der Direkteinspritztechnologie. Und das bedeutet hier: durchschnittlich 15 bis 20 Prozent weniger Verbrauch als bei einem herkömmlichen Benziner.

Fahrzeugauslegung als Plateau-Konzept mit doppelt ausgeführtem Boden. Trotz der kompakten Gesamtlänge von nur 3,76 Metern werden die Passagiere vorne und hinten mit hervorragendem Sitzkomfort verwöhnt. Hinzu kommen seitliche Airbags in den vorderen Sitzlehnen und Kopfairbags in den Dachholmen für alle Insassen.

Dazu viele technische Innovationen und Detaillösungen wie automatische Distanzregelung, Notruf- und Navigationssystem, Fotosensorik für berührungslose Öffnungsfunktionen und zahlreiche andere kreative Ausstattungslösungen. 

Automatisiertes Schaltgetriebe mit tiptronic: Der gute Wirkungsgrad und das geringe Gewicht eines manuell geschalteten Fünfganggetriebes wird mit dem Komfort einer automatisierten Kupplung verbunden. Für Kompaktwagen bedeutet dies die ökonomischere Automatik mit mehr Fahrspaß und das sparsame Schaltgetriebe mit mehr Komfort.

Der Audi Al2 vermag mit weniger Aufwand an Ressourcen und Energie Wirkungsvolleres zu leisten. Das Wissen um das richtige Material ist wichtig. Die Summe aus geringem Gewicht und effizienter Technologie verschiebt die bislang gewohnten automobilen Eckpunkte:

Mit einer durchschnittlichen Verbrauchsreduzierung von bis zu 40 Prozent gegenüber vergleichbaren Kompaktwagen mit herkömmlicher Karosserietechnik und konventionellem Benzinmotor ist ein Verbrauch realisierbar, den bislang gerade einmal Kleinwagen mit Dieselmotoren erreichen. Andererseits sind mit 55 kW (75 PS) Fahrleistungen möglich, die in herkömmlichen Automobilen der Kompaktklasse nur mit wesentlich stärkerer Motorisierung erreicht werden. Der Al2 beschleunigt in unter 12 Sekunden auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 170 km/h und besitzt dank seines Motordrehmoments von 115 Nm bei 3.000 min-' eine für diese Klasse sehr gute Elastizität. Und all dies bei großzügigen Raumverhältnissen, mit einer gehobenen Ausstattung und mit der Audi typischen Sicherheit. Daraus resultiert eine neue Leichtigkeit des Fahrens. Hier ist unbeschwerte, verantwortungsbewusste Mobilität gepaart mit einer großen Portion Spaß.

Sie lassen die Zukunft der Kompaktklasse in einem freundlichen und frischen Licht erscheinen; wie es das Design des Al2 auch ausdrückt.

Das Design:

Licht, Luft, Leichtigkeit

Im Inneren erhebt sich der Blick sofort auf ein transparentes Kunststoffdach in leichtem Grün. Materialanmutung: Gefrostetes Glas. Gesamteindruck: Lichte Weite. Fünf Stringer, mittragende Leichtmetall-Längsrippen, untergliedern das transparente Dachmodul. Das Gedächtnis schafft unmittelbar Assoziationen mit den gekrümmten Leichtmetallstreben beim Zeppelin, der als Symbol für gekonnten Leichtbau gilt. Die gespannte Außenhaut des Audi Al2 mit ihren vollen Flächen und Volumen, die einen bemerkenswerten cw-Wert von 0,25 hat, greift die Ästhetik dieser Art von Luftfahrt auf. Und sie setzt wie selbstverständlich die schon vom Audi TT und vom neuen A6 kultivierte typische Formensprache fort.

An der Fahrzeugfront zeigen die bar-Optik-Scheinwerfer ihr inneres High-Tech auch markant nach außen: Eine einzige Lichtquelle „strahlt" das Licht von der Seite ein, es wird dann über Lichtleiter und Linsen auf vier Streuscheiben verteilt. Die Neukonstruktion spart Einbautiefe und Gewicht und leuchtet die Straße ausgezeichnet aus.

Die Seitenansicht des Al2 wird durch den langen Radstand, die Audi-typische Ausbildung der Seitenscheiben und den sanft und weit über den Innenraum gespannten Rücken charakterisiert. Hinten sorgt ein schmaler Spoiler über der Heckscheibe für gute Aerodynamik. Ein darin integriertes Leuchtband dient zugleich als dritte Bremsleuchte.

Die ästhetische Leichtigkeit setzt sich bis in kleinste Details, wie den Alu-Tankdeckel oder die transparenten Radabdeckungen aus lichtgrünem Kunststoff, fort. Dies gilt auch für den Innenraum, der mit „Durchblick" gestaltet ist. In die fünf Dachstringer sind schmale Leuchtstoffröhren integriert. Dies schafft auch bei Nacht die luxuriöse und weite Atmosphäre eines Kuppelbaus. Die abgesetzten Türgriffe, die Mittelkonsole und Schaltkulisse schweben scheinbar frei im Raum. Sogar die Sitz- und Lehnenflächen sind aus einem halbtransparenten Fasermaterial gearbeitet, das Licht und Luft durchlässt.

Die Leichtigkeit des Al2 wird durch diese Transparenz zu einem ästhetischen Erlebnis für die Sinne.

Das High-Tech-Material Aluminium und die transparenten Kunststoffe sind mit natürlichen Stoffen und Fasern in beige und Sandfarbe kombiniert. Die Harmonie von Natur und Technik findet sogar in Luftausströmern und Kühlergittern ihre symbolische Entsprechung: Sie zeigen die Form der Bienenwabe. Leichtbau, Bionik, neue Weite: Es geht freundlich zu in der Kompaktklasse der Zukunft.

ASF Leichtbau:
Vom großen Bruder lernen

Die Aufgabenstellung für den Audi A8 lautete seinerzeit: Wir wollen ein Fahrzeug der Premium-Oberklasse entwickeln, es darf aber nicht schwerer als ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse ausfallen. Mit dem A8 ist das eindrucksvoll gelungen, wie auch die weltweite Anerkennung zeigt. Beim Audi Al2 lautete die Forderung: Fahrspaß bieten und die Tür in das nächste automobile Jahrtausend aufstoßen. Wir wollen ein extrem umweltfreundliches Fahrzeug, es darf aber in Komfort und Sicherheit auf keinen Fall hinter die hohen Audi Standards zurückfallen und muss gleichzeitig ein hohes Maß an Fahrspaß bieten. Diese Aufgabenstellungen sind unterschiedliche Seiten der gleichen Medaille. Sie heißt: Umkehr der Gewichtsspirale. Die technische Antwort fiel dann auch in beiden Fällen gleich aus: Vollaluminiumkarosse mit Audi Space Frame-Tech¬nologie ASF.

Audi integriert große mittragende Aluminium-Blechteile in eine hochfeste Aluminium-Rahmenstruktur. Der eigentliche Gitterrahmen besteht aus Strangpressprofilen, die über Knoten aus Vakuumdruckguß verbunden sind. Nach vierjähriger Produktions-Erfahrung mit dem Audi A8 stellen die Karosserie-Spezialisten nun einen Space Frame der zweiten Generation vor: Aufgrund optimierter Verfahren kann im Al2 die Anzahl der Gußknoten reduziert werden. Die Optimierung der Verbindungstechnik erlaubt jetzt in den meisten Fällen eine Knotenbildung durch Stumpfschweißverbindung der Strangpressprofile. Aufgrund der sogenannten „Innenhochdruckumformung" können auch Biege- und Fräsoperationen stark reduziert werden. Im Ergebnis fällt der Audi Space Frame der zweiten Generation noch leichter und - besonders in Verbindung mit dem Plateau-Konzept - noch steifer aus.

Zusammen mit der konsequenten Gewichtsoptimierung aller anderen Aggregate ergibt sich hieraus für den Al2 das Gesamtgewicht von nur 750 kg beziehungsweise 810 kg in der gezeigten Vollausstattung. Das sind etwa 250 kg weniger als bei herkömmlicher Stahlbauweise. Darin liegt neben dem effizienten Triebwerk der Schlüssel für den äußerst geringen Kraftstoffverbrauch des Al2. Er beschreibt einen völlig neuen und eigenständigen Weg in eine ökologisch orientierte automobile Zukunft - wie zuvor schon der große Bruder Audi A8.

Raum und Transparenz:
Er lebe hoch

Wenn der Raum besonders Kostbar ist, bauen die Menschen in die Höhe. Hierfür genügt ein Blick auf die Wolkenkratzer von New York und Tokio. Auch die Verkehrsfläche wird in den Ballungsgebieten immer knapper. Die Außenmaße der Fahrzeuge werden deshalb tendenziell abnehmen. Dies darf aber nicht auf Kosten des großzügigen Raumangebotes gehen. Der Ausweg weist auch hier nach oben: Der Al, folgt einem Plateau-Konzept in Sandwich-Bauweise. Er gipfelt bei 1557 mm und ist damit etwa zwei Handbreit höher als herkömmliche Limousinen. Dies ermöglicht nicht nur eine exzellente Übersicht, sondern auch eine entspannte und komfortable Sitzhaltung für vier Erwachsene.

Die Zuladung beträgt 425 kg, der Kofferraum fasst 350 Liter. Er besteht zu einem Teil aus einem separaten und nicht einsehbaren, 180 Liter großen Fach unter der Ladebodenabdeckung, das mit einem maßgeschneiderten Kofferset ausgestattet ist. Die Rücksitzbank ist in der Mitte geteilt. Durch komplettes Umlegen kann der Laderaum in einer Ebene bis zu den Vordersitzen erweitert werden. Dadurch steht ein Gepäckraumvolumen von 840 Litern zur Verfügung. Dabei ist das Ladebodenfach noch nicht einmal mitgerechnet.

Sicherheit:
Das Prinzip der Vorsorge

Die hochfeste Rahmenkonstruktion des Audi Space Frame wirkt wie ein Sichetheitskäfig. Die Fahrgastzelle ist wesentlich steifer als bei vergleichbaren Stahlkarosserien und bietet den Insassen hervorragenden Schutz. Hierzu trägt das Plateau-Konzept mit der erhöhten Sitzposition, aber auch die Bauweise mit zwei Böden bei. Bei Crashtests erweist sich das ASF-Konzept als besonders steif und formstabil. Bei Verformung der großzügig dimensionierten Knautsch-zonen wird eine hohe Energieaufnahme erreicht. Beim seitlichen Aufprall eines Unfallgegners erweisen sich die erhöhte Sitzposition und der hoch liegende Schweller in Stranggußbauweise als vorteilhaft.

Die beiden vorderen Airbags in den Sitzlehnen werden ergänzt durch seitliche Airbags in den Dachholmen, sogenannte Inflatable Curtains, die das Kopfverletzungsrisiko der vorderen und hinteren Passagiere bei Seitenaufprall verringern. Beim Auslösen eines Airbags wird zugleich ein automatischer Notruf abgesetzt. Über das Navigationssystem kann mit Hilfe des Global Positioning, Systems GPS die Position des Fahrzeuges festgestellt werden. Die Leitzentrale informiert den nächstgelegenen Rettungsdienst, über die Freisprechanlage des Telefons kann Kontakt mit den Insassen aufgenommen werden und gleichzeitig machen sich Notarzt und Polizei auf den Weg zur festgestellten Position. Diese Funktion kann auch manuell ausgelöst werden. 

Der bisherige Zusammenhang von Gewicht, Größe und Sicherheit wird angesichts der Audi Zukunfts-Studie neu überdacht werden müssen, denn der Al2 bietet bei nahezu allen Unfallarten eine Insassensicherheit, die der von erheblich voluminöseren und schwereren Fahrzeugen entspricht. 

Die ohnehin vorbildliche aktive Fahrsicherheit wird durch die Automatische Distanzregelung ADR, ein elektronisches Abstandswarngerät ergänzt. Vorausfahrende Fahrzeuge werden automatisch über Radar erfasst. Dieses System stellt die jüngste Ausbaustufe der Geschwindigkeitsregelanlage dar. Der Al2 hält also nicht nur eine konstant eingestellte Geschwindigkeit, sondern auch einen vorgewählten Abstand zum Vordermann. Weil ADR nicht als Sicherheitsetsrichtung - beispielsweise zur Vermeidung von Auffahrunfällen -, sondern als reines Komfortfeature gedacht ist, wurde die Regelarbeit eher sanft ausgelegt: Zunächst wird nur Gas weggenommen, wenn nötig wird leicht gebremst. Um rechtzeitig vor einem Stau abzubremsen, ist also weiterhin die volle Aufmerksamkeit und Reaktion des Fahrers gefragt. Wie bei der Geschwindigkeitsregelanlage auch, kann man durch leichtes Antippen des Gas- oder des Bremspedals die Anlage deaktivieren. Herzstück der Automatischen Distanzregelung ist ein Radargerät, das im Stoßfänger untergebracht ist und das gegenüber anderen Systemen Vorteile in der Zielgenauigkeit, in der Reichweite bis zu 150 Meter und in seiner guten Sicht auch bei schlechtem Wetter besitzt.

Ausgelegt ist das System für den Gebrauch auf Autobahnen oder Schnellstraßen. Hier bringt es für den Fahrer Komfortgewinn, für das Verkehrsgeschehen allgemeine Harmonisierung und für die Umwelt weniger Treibstoffverbrauch.

Die Ausstattung:
Sesam öffne Dich

Ein Griff in Richtung Handschuhfach genügt und schon gleitet es berührungslos und automatisch nach unten. Der Al2 scheint die Gedanken seines Fahrers lesen zu können. Durch Fotozellen werden diese Öffnungsfunktionen mit geisterhafter Dienstbarkeit gesteuert. Ebenfalls berührungslos werden Handyfach und Aschenbecher aktiviert und öffnen elektromotorisch. Auch der Bildschirm des Navigationssystems reagiert auf einen Wink.

Dieses Auto ist stets zu Diensten: Das Multifunktionslenkrad erlaubt die Betätigung von Audio-, Navigations- und Telefonsystem sowie der Klimaanlage, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Der Bildschirm des Navigationssystems kann auch zur Fernsehunterhaltung genutzt werden. 

Familienfreundlichkeit ist im Dienstleistungsangebot inbegriffen: Ein dem Design des Innenraums entsprechend gestalteter Picknickkorb lädt mitsamt eines ausklappbaren Tisches zur Pause ein. Der Kindersitz ist dank ISOFIX-Befestigungssystem ebenfalls spielend leicht herauszunehmen. Er passt zugleich in einen leichten und stabilen Kinderwagen mit Titangestell. Wird es den Kindern langweilig, können sie zwischen den Lehnen der Vordersitze eine elektronische Spielbox einhängen und über Kabel fernbedienen.

Schon beim Aufsperren des Fahrzeuges über die Funkfernbedienung und noch für etwa 20 Sekunden nach dem Abschließen weisen bei Dunkelheit, zusätzlich zur Innenraumbeleuchtung, die Front- und Rückfahrscheinwerfer den Weg zum Al2 oder zur Haustür. Auch die Umgebung des Fahrzeuges wird komfortabel und sicher ausgeleuchtet.

Der Premium-Anspruch eines Automobils wird sich in Zukunft nicht nur über Größe oder die Motorleistung definieren. Der Al2 beweist, dass auch ein äußerst sparsames Kompaktfahrzeug ein höchstmögliches Maß an Komfort, Sicherheit und Qualität anzubieten vermag.


Die Benzindirekteinspritzung FDI von Audi:

Ein Tropfen in den heißen Brennraum

Im Brennraum, wo das Gemisch aus Kraftstoff und Luft gezündet wird und verbrennt, herrscht Chaos. Dutzende Bestandteile oxidieren und reduzieren in vielen hundert chemischen Reaktionen. Druck und Temperatur ändern sich radikal innerhalb Bruchteilen von Sekunden. Physik und Chemie dieses Hexen-kessels sind die große Herausforderung der Motorenbauer. Wer die komplexen Vorgänge beherrscht, wird beim Wirkungsgrad großzügig belohnt.

Quantensprung gelang Audi bereits beim Dieselmotor. Als technische Pioniere kultivierten die Motorentechniker die Direkteinspritzung in den Brennraum - und setzen seit 1989 im Rahmen des TDI-Konzeptes neue Verbrauchsmaßstäbe. Der Verlockung zu folgen, Teile dieses Know-how auch auf den Benzinmotor zu übertragen, ist konsequent. Im Audi Al2 wird der weltweit erste Benzin-Direkteinspritzer mit drei Zylindern als Technikstudie gezeigt.

Im Audi FDI (Fuel Direct Injection)-Motor jagt eine Einspritzdüse pro Zylinder den Kraftstoff unter einem hohen Druck von bis zu 100 bar direkt in den Brennraum, statt wie beim normalen Einspritzer nur mit 3 bis 4 bar in den Ansaugkanal. Über drei Einlassventile und entsprechend gestaltete Ansaugkanäle wird der Brennraum nach einem ausgeklügelten System variabler Ladungsbewegung je nach Betriebszustand befällt. Über gezielte Luftverwirbelung wird eine Ladungsschichtung im Arbeitsraum erreicht. Die Luft- und Kraftstoffzonen müssen im Brennraum allerdings so sortiert werden, dass sich rund um die Zündkerze eine Wolke von zündfähigem Gemisch bildet - drumherum kann es aus Gründen des Wirkungsgrades nicht mager genug sein. Bei Teillast genügen dann schon winzigste Einspritz-Tröpfchen für die Verbrennung. Während normalerweise ein Teil Kraftstoff auf etwa 14 Teile Luft trifft, genügt beim Direkteinspritzer im Extremfall ein Teil Kraftstoff auf 40 und mehr Teile Luft. Der Motor kann also mit einem äußerst mageren und verbrauchsgünstigen Gemisch gefahren werden.

Im Teillastbereich erzielen die Audi Motorenentwickler durch das FDI-Konzept im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent Minderverbrauch gegenüber einem herkömmlichen Benziner. Im Leerlauf und leerlaufnahen Bereich sind sogar noch größere Verbrauchsvorteile möglich.

Die praktische Beherrschung eines Benzin-Direkteinspritzers ist dabei eine Wissenschaft, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Insbesondere die Abgas¬seite bedingt große Aufmerksamkeit und technologischen Aufwand, da herkömmliche Dreiwege-Katalysatoren jenseits eines Lambdawertes 1 (stöchiometrische Gemischzusammensetzung von einem Anteil Kraftstoff auf circa 14 Gewichtsanteile Luft) nicht mehr optimal arbeiten. Zusätzliche neuentwickelte Katalysatorsysteme sind erforderlich, um außerhalb des Wirkungsbereiches konventioneller 3-Wege-Katalysatoren insbesondere die Stickoxide hinreichend zu verringern.

Die Audi Motorenbauer erproben im Versuch sowohl für die Brennraum¬geometrie, und somit für den C Verbrennungsablauf, als auch für die Abgasnachbehandlung entsprechende Lösungen. Mit Hilfe eines 3-Wege- und eines zusätzlichen DeNOx-Katalysators wird der Audi FDI die künftigen europäischen Abgasnormen erfüllen.

Der Dreizylinder:

Die Kunst des Weglassens

Auf der Suche nach einem extrem verbrauchsgünstigen Benzinmotor für ein Kompaktfahrzeug erwies sich im Versuch ein Dreizylinder von 1,2 Litern Hubraum als die geeignete Lösung. Er kommt damit auf ein Zylindervolumen von 400 cm. Vorteil: Der Dreizylinder bietet mit einer relativ großen Bohrung von 81 mm (Hub 77,4 mm) ausreichende Raumverhältnisse für die beim Direkteispritzer so entscheidende Brennraumgestaltung. So konnte die bewährte Audi Fünfventil-Technik mit drei Einlass- und zwei Auslassventilen mit ihren Vorteilen bei Zylinderfüllung und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf Drehmomeniverlauf, Leistungswerte und Emissionen, konsequent eingesetzt werden.

Gegenüber einem Vierzylinder dieser Größe zeigt der Dreizylinder aber noch weitere Vorteile hinsichtlich Thermodynamik (weniger Wärmeverluste), Rei¬bung, Gewicht und Anzahl bewegter Teile. Konsequente Leichtbauweise und ein Kurbelgehäuse aus Aluminium reduzieren das Gewicht zusätzlich, sodaß ein in dieser Klasse einzigartiges Treibwerk entsteht.

Praktisch glänzt der Dreizylinder durch ein für die Motorgröße relativ hohes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen (115 Nm bei 3.000 Hierauf haben die Konstrukteure bei adäquater Spitzenleistung von 55 kW bei 5.500 min-' besonderen Wert gelegt. Der nominell kleine Benzin-Direkteinspritzer bietet nicht nur ausgezeichnete Fahrleistungen (0-100 km/h in weniger als 12 Sekunden / über 170 km/h Höchstgeschwindigkeit) sondern auch eine Menge Fahrvergnügen.

Zusammen mit ASF, dem sehr niedrigen cw-Wert, reduziertem Rollwiderstand und in Verbindung mit dem automatisierten Schaltgetriebe erreicht der Al2 eine durchschnittliche Verbrauchsverbesserung von etwa 40 Prozent im Vergleich zu einem Fahrzeug, das seinem Raumangebot und seinen Fahrleistungen entspricht.

Kraftübertragung und Fahrwerk:

Automatisch spontan

Die motorische Effizienz des Al2 legt auf Seiten der Kraftübertragung eine dem Ziel der Verbrauchsminderung angepasste Lösung nahe. Das automatisierte Schaltgetriebe mit der Bedienung über die tiptronic und automatisierter Kraftübertragung glänzt ebenfalls durch hohen Wirkungsgrad. Ein zentral gesteuerter Rechner zieht aus Informationen wie Motordrehzahl, Temperatur, Geschwindigkeit oder Gaspedalstellung seine Schlüsse und errechnet den optimalen Schalt-Zeitpunkt. Eine elektrohydraulische Einheit betätigt dann die Kupplung und besorgt den Gangwechsel. Das geht schnell, präzise und ruck frei. Energieverlust durch Schlupf wie bei einer Automatik mit Drehmomentwandler entsteht nicht. Im Automatikmodus stehen die bewährten Vorzüge des Dynamischen Schaltprogrammes DSP zur Verfügung.

Will der Fahrer selbst über die Gangwechsel entscheiden, greift er in der tiptronic-Ebene manuell ins Geschehen ein. Durch einfaches Vorwärts-Tippen am Schalthebel wählt er die nächsthöhere Gangstufe. Durch leichtes Ziehen wird in die nächstkürzere Übersetzung gewechselt. Eine Ganganzeige im Instrumentenfenster gibt stets Auskunft über die eingelegte Fahrstufe. In Verbindung mit einem leichten und kompakten Automobil wie dem Al2 schafft das auto-matisierte Schaltgetriebe großes Fahrvergnügen.

Hierzu trägt auch das bestechende Handling des dank ASF leichten und stabilen Al2 bei. Denn die sehr verwindungs- und biegesteife Karosserie bildet zusammen mit den geringen ungefederten Massen eine stabile Basis für die Fahrwerkstechniker und verbessert den Schwingungs- und Abrollkomfort sowie die Lenkpräzision.

Der Audi Space Frame wurde vorne mit einer McPherson-Federbeinachse und hinten mit einer Verbundlenkerachse gekoppelt. Die vordere Radaufhängung ist inklusive der Bremssättel in Aluminiumbauweise gehalten, hinten arbeiten Trommelbremsen aus Aluminium. Die Räder der Größe 6 J x 16 tragen Reifen der Dimension 175/55 R 16.

Umwelt und Recycling:

Das Prinzip Verantwortung und Spaß am Sparen

Mit dem Al2 beweist Audi, dass ein vollwertiges und komfortables Kompaktfahrzeug der Zukunft nicht mehr schwerer sein muss als ein heutiger Kleinwagen. Die effektiv umgesetzte Gewichtsreduzierung verbessert bei gleicher Motorleistung die Fahrleistungen und vermindert den Kraftstoffverbrauch. Die Direkteinspritzung erweist sich auch für den Benzinmotor als effektive und zukunftsweisende Technik bei der Kraftstoffeinsparung.

Die Verwendung von Aluminium im Automobilbau schont die Ressourcen und reduziert die Umweltbelastung. Denn die zur Herstellung erforderliche Energie wird im Wesentlichen aus Wasserkraft gewonnen. Die Gesamt-Energiebilanz eines Automobils wird im Laufe seines Lebenszyklus ohnehin zum weitaus überwiegenden Teil durch die Nutzung und damit durch seinen Kraftstoffver¬brauch bestimmt. Die Kraftstoffersparnis, welche durch die beim All eingesetzten technischen Lösungen erzielt wird, würde in der Gesamtenergiebilanz schon nach etwa 60.000 km positiv zum Tragen kommen. Für ein hochwertiges und langlebiges Auto, wie es das Konzept des Al2 darstellt, bedeutet das, dass es sich schon in einem frühen Stadium seiner Nutzungsdauer auch für die Umwelt bezahlt machen würde. Und im zweiten Leben sieht die Bilanz bei Aluminiumautos noch besser aus: Denn für das Recycling auf gleicher Wertstufe ist nur noch ein Bruchteil der Energie erforderlich, wie für die Gewinnung von Primärmaterial.

Audi stellt mit dem Al2 eine technologisch bereits heute abgesicherte Vision eines besonders effizienten Automobils mit kleiner Verkehrsfläche vor. Er ist eine Lösung von Audi für zukünftige Mobilität mit Verantwortung.