Audi AG erhält den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2000 für Einführung von Aluminium-Karosserien in Großserien-Produktion

 
Für die AUDI AG werden der Vorstandsvorsitzende Dr. Franz-Josef Paefgen, der Leiter des Aluminiumzentrums Neckarsulm, Dr. Wolfgang Ruch, und sein für die Entwicklung dieser Innovation verantwortlicher Vorgänger, Wulf Leitermann den Preis entgegennehmen.

Das weltweit erste Automobil, das in Großserie mit einer Aluminium-Karosserie gebaut wird, ist der Audi A2. Den Ingenieuren des Unternehmens gelang es als ersten, Bodengruppe und Hülle eines Fahrzeugs weitgehend automatisiert aus dem besonders leichten Werkstoff zu produzieren. Für den Großserieneinsatz verringerten die Entwickler die Zahl der Teile, aus denen die Karosserie besteht, deutlich. So wird etwa die gesamte Seitenwand aus einem Blech geformt. Dadurch reduziert sich die Zeit, die für den Zusammenbau der Karosserie nötig ist. Gleichzeitig erhöht sich die Festigkeit des Fahrzeugs.

Durch den Audi Space Frame ASF ist die Aluminium-Karosserie des A2 um mehr als 40 Prozent leichter als bei konventioneller Stahlbauweise. Sein Leergewicht beträgt nur 895 kg - rund 150 kg weniger als bei Fahrzeugen dieser Größenordnung heute noch üblich. Deshalb verbraucht der A2 weniger als andere Fahrzeuge in dieser Klasse mit vergleichbaren Fahrleistungen. Sein niedriges Gewicht macht ihn besonders agil: Mit den beiden angebotenen Motorvarianten - jeweils 1,4 Liter Hubraum groß und mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert - beschleunigt der A2 in 12,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h.

Quelle: Wirtschaftswoche 4-2001 - Spezial